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Vom Lumpen zum Papier

Ein Leben ohne Papier? Kaum vorstellbar! Obwohl wir Papier bereits in vielen Bereichen durch digitale Neuerungen ersetzt haben, ist es einfach nicht wegzudenken. Grund genug, sich die Papierherstellung genauer anzuschauen.

Anstatt auf einem Notizzettel wird im Smartphone eine Erinnerung notiert, E-Mails ersetzen Briefe und E-Reader Bücher: Trotz des digitalen Fortschritts lässt sich das altbewährte Papier einfach nicht unterkriegen. Kein Wunder, dient es doch schon seit fast 2.000 Jahren der Menschheit. Die Erfindung des ersten Papiers geht bereits auf das Jahr 105 n. Chr. zurück. Cai Lun, ein Beamter am kaiserlichen Hof Chinas, gilt als Erfinder des Papiers: Er verfilzte Pflanzenfasern und Lumpen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden hauptsächlich Textilien zu Papier verarbeitet, bis Holz sie als Rohstoff ersetzte. Heute gilt Altpapier als wichtigste Rohstoffquelle.

Dank Papiermühle zum Buchdruck

Bevor es zur maschinellen Herstellung kam, wurde Papier aufwändig von Hand in einer Bütte geschöpft. Erst im 13. Jahrhundert optimierte man in Europa den Prozess der Papierherstellung durch die Einführung von wassergetriebenen Papiermühlen und Lumpenstampfwerken. Die Papierqualität wurde immer feiner, die Preise immer erschwinglicher. Diese Optimierungen trugen wiederum wesentlich zum Erfolg des modernen Buchdrucks bei, den Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert erfand.

Papierherstellung heute in 5 Schritten

  • Zunächst wird in der Papierfabrik Holz gemahlen. Mithilfe chemischer Verfahren wird aus dem Holz Zellstoff gewonnen. Dann werden je nach gewünschtem Papiertyp Hilfsstoffe wie Wasser, Aufheller oder Farbstoffe hinzugesetzt.
  • Das Gemisch wird auf ein Sieb gegossen und gleichmäßig zu einer festen Faserlage verteilt.
  • Ein Papiermacher koordiniert die unterschiedlichen Siebe, Walzen und Sauger, sodass ein Papier mit gleichmäßiger Struktur und Oberfläche entsteht, das auf beiden Seiten gleich aussieht.
  • Dann beginnt das Trocknen. Hierfür wird die Papierbahn zwischen Walzen gepresst, damit das Wasser entweicht. Danach läuft das Papier in spe über warme Zylinder und das restliche Wasser verdunstet.
  • In einem Glättwerk wird das getrocknete Papier schließlich geglättet. Zum Schluss wird in einer Leimpresse noch Stärke auf die Oberfläche aufgetragen und gegebenenfalls weitere Veredelungstechniken angewandt.

Laborpapiermaschine im LVR-Industriemuseum Bergisch Gladbach / Foto: © LVR-Industriemuseum

Verschiedene Papiersorten

Bei der Papierherstellung können die Rohstoffe sehr unterschiedlich kombiniert und verarbeitet werden, sodass heute etwa 3.000 verschiedene Papiersorten existieren. Unser Lieferant Soennecken bietet ein großes Programm an Papieren für verschiedene Einsatzzwecke an. Klassiker für jeden Haushalt und jedes Büro ist zum Beispiel das Soennecken Kopierpapier Standard DIN A4, 80g/m² in Weiß. Das Papier hat eine sehr gute Laufeigenschaft auf allen modernen Bürogeräten und ist prima geeignet für die tägliche Kommunikation. Bei uns in Köln finden Sie eine große Auswahl verschiedener Papiersorten – wir beraten Sie gerne.

Unser Freizeittipp: Das größte Papiermuseum Deutschlands

Im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach können Sie sich die Kunst der Papierherstellung genauer anschauen und Mühlrad, Lumpenstampfwerk und Laborpapiermaschine in Aktion erleben. Vielleicht versuchen Sie sich sogar mal selbst als Papiermacher…?

Im Museum kann man das Papierschöpfen ausprobieren / Foto: © LVR-Industriemuseum

Hier können Sie sich ein kurzes Video zur Papiermühle Alte Dombach anschauen